Freitag, 7. august 2009
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07
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17:15
Um 15:00 Uhr gingen die Radfahrer auf die Piste.
Um 15:10 Uhr die Läufer und Walker über 25 km, 21 km und 8,2 km.
Letzteres war mein Ziel.
Ich habe bisher erst einen offiziellen Lauf im Mai 09 mitgemacht.
Da waren es 5 km,(Avonlauf) die mir recht schwer fielen.
Ich stand ziemlich weit vorne. Mir war klar, dass mich die meisten Läufer/innen überholen würden, denn bisher habe ich nur eine Schnecke überholt. 
Etwas bedauerte ich, das wir nicht mit den anderen Distanzen gemeinsam starten konnten, so dass ich alleine war. 
Dachte daran, dass Elke, Bianca, Sabine und Billy miteinander am Start standen.
Ein paar Walker mit ihren Stöcken stellten sich auf einmal direkt vor uns auf.
Meine "Nachbarin" und ich schauten uns an und beschlossen dann, vor den Walkern stehen zu wollen, so dass wir uns vor ihnen aufstellten. 
Ganz vorne waren ein paar Radfahrer, Kinder, die gerne vorneweg fahren durften.
Ich merkte, dass ich doch recht aufgeregt war. Die Spannung stieg.
Dann fiel der Startschuss.
Ich beschloss, mein Tempo zu laufen.
Meine Berechnung war, 9 Minuten für einen km zu brauchen. Dann wäre ich in ca 72 Minuten am Ziel. Da die Zeit nicht genommen wurde, habe ich meine Uhr am Arm gelassen. Zu meiner eigenen
Kontrolle.
Ein wunderschöner Weg begann.
Ich lief ausgeglichen, machte Platz für jede/n, die/ der vorbei wollte.
Ich wusste, dass ich langsam beginnen musste, um genügend Puste zu haben.
Als der erste Km geschafft war, wurde ich immer lockerer.
Es wurde überholt. Da blieben vor mir ein paar junge Mädels stehen, bzw. sie gingen auf einmal.
Ein etwas älterer Herr überholte mich und meinte, ich sei aber schnell am walken. 
"Nee, wenn sie genau hinsehen, dann merken sie, dass ich laufe!", gab ich etwas verärgert zurück.
Er lief im Tempo an mir vorbei. Nach einiger Zeit fing auch er an zu gehen.
Nanu? Ich freute mich, dass ich ihn überholen konnte.
Ich grüßte kurz, fragte, ob er nun walkte und wech war ich. 
Mein Lauf war und blieb gleichmäßig, die Atmung ebenso.
Dann pirschten die jungen Mädels an mir vorbei, wir flachsten kurz:
"Bis gleich, ich überhole dann wieder".
Ich tat es bald und sie blieben entgültig zurück.
Der ältere Mann kam wieder und überholte mich. *grrrr* dachte ich, ließ ihn ziehen.
Verpflegungs- und Getränkestände gab es alle Nase lang. Super Organisation, und alles umsonst.Vielen Dank an Semlin.
An den Häusergärten standen die Leute und winkten und motivierten.
Ich war zwar alleine, aber doch wiederum nicht.
Mittlerweile hatte ich 4 km, also die Hälfte der Strecke hinter mir.
Etwas ungläubig schaute ich auf meine Uhr, da ich irgendwie doch schneller war.
Ein Getränkestand hatte ich auf dem Hinweg nicht in Anspruch genommen.
Auf einmal hat mich ein Mann angesprochen:
"Gut machen sie das, gleichmäßiges, flottes Tempo".
Wow, was mich das motivierte. Oder wollte der mich auf dem Arm nehmen? 
An dem Getränkestand auf dem Rückweg wurde ich aufgefordert, doch nun etwas zu trinken. "Haben die das gemerkt?", überlegte ich.
Auf einmal wurde ich angesprochen:
"Hallo Erika".
Es war ein Walker, der mich vorher überholt hatte.
Ach ja, ich habe ja mein Streakrunner Shirt mit der Aufschrift "Erika" an.
Der letzte Km nahte. Ich war immer noch zufrieden.
Nun erlebte ich, dass alle, an die ich vorüber lief, mich anfeuerten, mir Mut machten, es sei gleich geschafft, usw.
Ich glaube, die haben mir Flügel verliehen.
Der etwas ältere Herr wurde von mir bereits zwei Mal überholt.
Ich hatte ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen.
Kurz vor dem Ziel kam er wieder an.
"Nun können wir auch gemeinsam durchs Ziel laufen", sprach ich ihn an.
Das taten wir dann.
Er verriet mir, dass er überhaupt nicht vorher gelaufen sei, daher dieses dauernde Wechseln zwischen gehen und laufen...
Meine Uhr zeigte mir, dass ich anstelle 72 Minuten wirklich nur 63 Minuten gebraucht hatte.
Ja, es ist etwas wahres dran. Durch die Wettkampfsituation wird man schneller als sonst.
Ich lief durch Ziel und bekam eine Plakette mit der Aufschrift
"3 Seen Lauf Semlin. 01.08.2009"
mit blauem Band umgehängt.
Ich dachte nur: "Hauptsache, es ist kein grünes Band".
Dann machte ich mich über Banane und Melone und Cola und Wasser her.
Als ich satt war, ging ich vor das Ziel und wartete dort auf die anderen Läufer/innen.
Ich fand eine Bank und fortan applaudierte ich bei jedem ankommenden Läufer, Walker und Radfahrer.
Es ist eine Studie wert!
Die Läufer haben fast alle ihre Freude gezeigt, bei den Walkern waren es viele und manche Radfahrer fühlten sich angesprochen.
Ich bedauerte die Menschen, die einfach "verbissen" weiter liefen.
Dann kamen erst Sabine und Bianca, etwas später dann endlich Elke.
Hier noch einmal die stolzen Finisher mit unseren Plaketten
Das T- Shirt von Semlin gab es vorher und hinterher zu kaufen
Ebenso diese Kappe
So, ich hoffe, ihr wurdet von meiner Freude am Laufen angesteckt. 
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
Bei mir ist ein ruhiges Wochenende geplant. 
Es grüßt
Ika/ Erika
von Ika Sand
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