Dienstag, 10. november 2009
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...den 20. Jahrestag des Mauerfalls.
Noch heute ist in meinem Besitz ein Mauerstück, das mir damals meine Schwester rausgeklopft hatte.
Ich selber bin zu dieser Zeit in Welzheim gewesen und hatte Dienst.
Ich erinnere mich, dass ich es in den Nachrichten hörte und einer Mitschwester erzählte:
"Die Mauer ist offen!"
Sie sah mich an, als erzählte ich ihr, ich wolle auf dem Mond fliegen. Sie glaubte es mir einfach nicht.
Ich selber realisierte auch nicht, was das wirklich bedeutete.
Ich bin ein echter "Wessi", mit vielen Verwandten im "Osten".
Zu dieser Zeit hatte ich viele Besuche gemacht, immer nur fürs "Einkäufe mitnehmen" gespart.
Wünsche, die mir von meinen Verwandten oder Mitschwestern genannt wurden, versuchte ich immer gerne zu erfüllen.
Dann kam Silvester 1989.
Ich hatte Dienst und war nicht auf die Idee gekommen, zum Brandenburger Tor zu fahren, um dort zu feiern.
Als es dann soweit war, bedauerte ich, dass ich nicht am Brandenburger Tor dabei sein konnte.
Und in diesen Jahr? 
Ich lebe ja nun schon einige Jahre in meiner Heimat Berlin.
Silvester am Brandenburger Tor? 
Niemals, denn Silvester ist immer:
"Berlin im Kriegszustand".
Ich hasse das Knallen, verkrieche mich am liebsten zu Hause und gehe nicht nach draußen.
Mittlerweile ist es in meinem Umfeld bekannt, vor einigen Jahren haben sich meine Freunde noch gewundert, was ich für Ausreden erfand, um nicht aus dem Haus zu gehen.
Aus diesem Grund werde ich auch keine "Silvesterläufe" mitmachen. 
von Ika Sand
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veröffentlicht in: Aus meinem Leben
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