In diesen Stunden kommt es mir vor, als lebten wir im Krieg.
Überall knallt es und ich muss das aushalten.
Schon immer habe ich mich ängstlich verzogen am Silvester.
Wir haben als Kinder in einem großen Haus gewohnt. Um Mitternacht wurde angestoßen und danach sind wir raus in die Hofeinfahrt gegangen, um beim Knallen in unserer Straße zuzuschauen.
Ich stand immer irgendwo geschützt und zitterte vor mich hin.
Nie werde ich das Jahr vergessen, wo meine Mutter im Begriff war, nach Mitternacht raus zu gehen und stuzte, dass ich in der Wohnung bleiben wollte.
Sie verstand es nicht, aber von da an war es für mich erträglicher.
Heute Abend wollte ich noch zu einer Freundin ins Pflegeheim laufen. Ich frehte nach kurzer Zeit um, denn ich hatte das Gefühl, ich werde von Bombenhagel verfolgt. Grässlich!
Ich bekenne, am Silvester fühle ich mich zu Hause am wohlsten.
Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende.
Ein Rückblick:
Im Januar zog meine liebste Mitschwester hier ins Haus.
Ich machte am 09.01.11 beim Caputher Seenlauf mit.
Wollte eigentlich 10 km laufen, habe aber, nachdem ich gefallen bin, auf 5 km abgekürzt.
Im Februar hatten wir ein "Streakrunner" Treffen bei mir und machten einen gemeinsamen Lauf am Teltowkanal.
Im März war der Konvent im Mutterhaus, S.G. wurde operiert und
am 20.03.11 machte ich den Lauf der Sympathien mit.
Im April fuhr ich mit meiner Freundin Isi nach Hamburg.
Wir trafen von den Streakrunnen Frank und sahen
im Mai in Hamburg das Musical "Sister Act", ich traf mich mit Freunden aus meiner Zeit in Hamburg.
Am 14.05.11 lief ich beim Avon- Frauenlauf 10 km.
Im Juni habe ich mir den kleinen Finger am Ende eines Laufes gebrochen. Mein Streak endete dadurch.
Ich wurde am 15.06.11 morgens operiert und fuhr dann am 16.06.11 nach Bad Lippspringe. Dort machte ich Urlaub, feierte mit ein paar Streakrunnern meinen Geburtstag und machte dann den 24 Stunden Lauf in Bad Lippspringe (BaLi) vom
18. - 19.06.11 mit.
Allerdings "lief" ich nur kurz und ging dann die ganze Zeit.
Ich war froh darüber, dass ich alle Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen in Silber bereits fertig abgeleistet hatte.
Im Juli begann mein neuer Streak am 06.07.11 und ich machte am 30.07.11 den City- Nachtlauf mit.
Im August durfte ich meine gebrochenen Finger endlich wieder belasten.
Meinen "Seelsorgerin" aus der Jugendzeit hat mich besucht.
Am 21.08.11 machte ich mit Marianne den Stundenpaarlauf in Nauen mit und am
28.08.11lief ich den 10 km Stadtlauf von Sport Scheck.
Im September war von den Streakrunnern Kornelia in Berlin und wir trafen uns.
Ende September war ich als Helferin beim Berlin Marathon am Ziel bei der Wasserausgabe eingesetzt. Am Samstag bei den Inlinern und am Sonntag bei den Läufern. Da waren einige Streakrunner vor Ort und ich freute mich sehr.
Im Oktober war in unserer Gemeinde eine Taufe.
Im Mutterhaus war der Herbstkonvent.
Am 20.10.11 machte ich den Berliner "Light Run" auf dem Kuhdamm über 5 km mit. Meine Ex- Schwägerin begleitete mich. Das war richtig super.
Im November hatte ich meine Kontrolluntersuchung im "Klinikum Steglitz" mit super Ergbenis.
Am 06.11.11 machte ich den Teltowkanal Lauf über 7,1 km. Von den Streakrunnern waren Laufmauselke und Ramona mit dabei und hinterher bei mir zu Hause.
Am 13.11.11 war ich in Tegel zum Schmalzstullenlauf.Laufmauselke hatte mich unterwegs eingesammelt, so dass ich auch dort in lieber Begleitung war.
Ende des Monats war die Adventsfeier im Mutterhaus, die richtig schön war.
Im Dezember wollte ich in Kleinmachnow einen Lauf mitmachen, brach ihn aber nach einer Runde wieder ab.
Wir probten in der Gemeinde für ein Krippenspiel für Heilig Abend. Ich spielte eine Magd.
Seit diesem Monat gibt es zwei Leute, die mit mir regelmäßig dreistimmig Flöte spielen. Wir treffen uns einmal in der woche zum musizieren.Es macht richtig Freude.
So, das war mein persönlicher Rückblick. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, dann trage ich es nach.
Vorsätze für 2012
Was ich an Vorsätzen habe?
Klar doch. Das Leben genießen, mich einbringen, wo ich kann.
Aktiv in der Gemeinde sein, die Arbeit mit Freude tun, das Laufen genießen, musizieren.
Und ich hoffe, dass ich das Schreiben wieder in mein Leben integrieren kann.
Ja, und an Gewicht abnehmen muss ich unbedingt.
Allen ein gesegnetes,
frohes, gesundes
Jahr 2012
Eure
Ika-Rudina