Also, gleich geht es los.
Wir, Tanja und ich, standen ziemlich weit hinten. Ist ja nicht schlimm, denn es gibt die Brutto und Nettozeit, so dass unsere Kilometer wirklich erst mit Überlaufen der Startmatte gezählt wurden.
Aber, wir kamen eigentlich erst einmal nur "schrittweise" vorwärts.
Tanja und ich haben uns dann rechts und links im Zickzack durch geschlengelt. Das machte nicht wirklich Spaß, denn da ging Zeit drauf.
Vor uns blockierten einige langsame Läuferinnen und Walkerinnen den Weg, die eingentlich weiter hinten hätten stehen und laufen sollen.
Früher habe ich mich auch zu weit nach vorne aufgestellt, da ich Angst hatte, ich würde weit nach allen anderen ins Ziel kommen.
Heute genieße ich es, dass ich mich hinten anstelle und dann einige Läuferinnen überhole.
Wir liefen geschützt von Bäumen im Schatten, dann wieder in der prallen Sonne. Die Verpflegungspunkte ließ ich aus, da ich bei fünf km. nicht wirklich etwas trinken muss.
Die Hamburger feuerten uns wieder super an, die Trommler gaben ihr Bestes, eine tolle Stimmung.
Ich lief bis zum Anschlag, es machte Freude.
Tanja sah ich nur kurz nach dem Start, als wir uns beide durch die Reihen schlengelten, dann war sie vor mir weg.
Schon bald sah ich das Ziel. Kurz vor dem Ziel rannte ich noch einmal richtig los, so dass ich im Ziel erst einmal einige Momente verschnaufen musste. Dann trank ich drei Becher Wasser, bediente mich reichlich mit Bananenstücke und ging Richtung Alkoholfreies Bier. Es ist faszinierend, wie die Leute dort in einer Ruhe das Bier ausgaben. Das muss man erlebt haben.
Dann suchte ich unsere Gruppe auf, die wohl z.T. am Ziel gestanden hatte. Entweder war ich zu früh durch, oder aus welchen Grunde sie mich auch immer verpasst hatten...
Hier bin ich mit Urkunde. 37:17 Min. habe ich gebraucht.
Gesamtplatz: 735 (von 955), AK W60: 6 (von 11)
Mit Plazierung und Zeit bin ich sehr zufrieden und glücklich.
Dann war sogar Frank gekommen.
Ich hatte die Medaille von Hamburg Marathon 2010 bei mir, die Frank mir damals geliehen hatte, bis ich eine eigene Marathon- Medaille bekommen würde. Da ich dieses Jahr in Hamburg eine eigene Medaille erlaufen habe, konnte ich sie ihm nun zurück geben.
Frank hat nun seine Medaille zurück.
Vielen Dank, Frank. Es war für mich etwas Besonderes, dass Du mir die Medaille "geliehen" hast.
Anschließend war Zeit zum Duschen und Faulenzen, bis es soweit war, dass die Anderen mit ihrem 8 km Lauf dran waren.
Der dritte Teil kommt demnächst (spätestens Morgen)
Es grüßt
Erika / Ika